2020

coronabedingt verschoben auf 2021! Freitag, 27.11. | 20:00 Uhr | Einlass ab 19:00 Uhr | Kulturhaus Abraxas, Sommestrasse 30 |Im Rahmen der Afrikanischen Wochen Augsburg (Werkstatt Solidarische Welt e.V.)

Lesung: „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“ mit Alice Hasters

Wir lernen so früh uns nach Herkunft und Hautfarbe zu unterscheiden, dass wir es gar nicht merken. Weiße Menschen haben das Privileg, dies ihr ganzes Leben lang ignorieren zu können. Wie aber findet man zu sich, wenn man nicht weiß ist? Wie versteht man sich selbst in einer Welt, in der man ständig hinterfragt wird? Alice Hasters Buch ist ein eindringlicher und persönlicher Bericht, der Alltagsrassismus in allen Lebensbereichen spiegelt: ob Schule, Freundschaften, Körper, Liebe oder Familie.

Alice Hasters wurde 1989 in Köln geboren, studierte Journalismus in München, arbeitete für die Tagesschau in Hamburg, lebt aktuell in Berlin und produziert Beiträge für Deutschlandfunk Nova, süddeutsche.de, tagesspiegel.de und den rbb.


Dienstag, 01.12 24.11 | 19:00 Uhr | Online Augustanasaal, Im Annahof 4 |Im Rahmen der Afrikanischen Wochen Augsburg (Werkstatt Solidarische Welt e.V.)

‚Schwarze Schande‘: Brecht und der deutsche Rassismus am Ende des 1. Weltkriegs

Rückblick zur Veranstaltung hier.

  • Daniela Susso (FiLL – Forum interkulturelles Leben und Lernen e.V.): Grußwort
  • Vivian Timothy (Künstlerin aus Nigeria): Erfahrungen mit dem Augsburger Alltagsrassismus
  • Didem L. Karabulut (Integrationsbeirat): Schwarze Menschen in bayerischen Schulgeschichtsbüchern
  • Dr. med. Michael Lichtwarck-Aschoff: Wie die Seuchenmedizin des Robert Koch dem Kolonialismus die notwendigen Stichworte gab
  • Philipp Bernhard, Claas Henschel (Augsburg Postkolonial): „Schwarze Schande“ und die Nachwirkungen
  • Dr. Michael Friedrichs (Brechtkreis): „Schwarze Schande“ in der Augsburger Presse und Reflexe in Brechts Frühwerk
  • Simone Gabriela Bwalya („G-Punkt“): Forschungsreise ins Innerste Deutschlands (Performance)

Als „Schwarze Schande“ bezeichneten deutsche Rassisten ab 1920, dass die französische Armee bei der Besetzung des Rheinlands afrikanische Kolonialsoldaten einsetzte. Auch der junge Bert Brecht hat den Ausdruck in einem Gedicht aufgegriffen und das NWort in Texten teils abwertend verwendet. Die rassistische Kampagne hat lange nachgewirkt.

Eintritt frei. Veranstaltung online via Zoom. Anmeldung bitte an friedrichs@wissner.com. Im Rahmen der Afrikanischen Wochen Augsburg (Werkstatt Solidarische Welt e.V.) in Kooperation mit Augsburg Postkolonial, Augustanaforum, Bert Brecht Kreis Augsburg e.V., FiLL Forum interkulturelles Leben und Lernen e.V., Integrationsbeirat Augsburg


Samstag, 21.11. | 14:00 – 16:00 Uhr | coronabedingt online Treffpunkt am Augustusbrunnen, Rathausplatz | Im Rahmen der Afrikanischen Wochen Augsburg (Werkstatt Solidarische Welt e.V.)

Postkolonialer Stadtrundgang

Eine Gedenktafel an den Kolonialunternehmer Bartholomäus Welser in der Annastraße, der Kolonialladen in der Altstadt und das Deckenfresko „Der Handel verbindet die Erdteile“ im Schaezlerpalais. Auf dem Stadtrundgang möchten wir zeigen, auf welche Weise diese und weitere Augsburger Orte mit dem deutschen und europäischen Kolonialismus verbunden sind. Dabei wollen wir auch fragen, welche Bedeutung die Kolonialgeschichte – über Begriffe, Bilder und globale wirtschaftliche Machtverhältnisse – für Augsburg heute hat.

Der Stadtrundgang ist kostenfrei. Die Teilnehmer*innenzahl ist auf max. 30 begrenzt (zwei Gruppen à max. 15 Personen). Der virtuelle Rundgang findet voraussichtlich auf Zoom statt. Anmeldung an augsburg.postkolonial@gmail.com


abgesagt wegen Corona: 30. Mai – 14.00 Uhr – Augustusbrunnen am Rathausplatz

Postkolonialer Stadtrundgang durch die Augsburger Innenstadt

Im Rahmen des bundesweiten Diversitytag in Kooperation mit dem Friedensbüro Augsburg.


08. und 09. Mai 2020 – in ganz Augsburg

Glänzende Aktionstage gegen Antisemitismus, Rassismus, Xenophobie, Homophobie und vielfältige Formen von Diskriminierung

Am 8. Mai 2020, dem 75. Jahrestag der Befreiung und der Niederschlagung des nationalsozialistischen Deutschlands und am 9. Mai zum 70. Jahrestag der Europäischen Union, finden in über 32 Städten Aktionen im Stadtraum, in den Kulturorten und im Internet statt. Wir machen uns stark für ein solidarisches Miteinander. Wir fordern dazu auf, niemanden zurückzulassen – weder an den Grenzen noch in der Krise der Pandemie.

Bei den Glänzenden Aktionstage der Die Vielen Augsburg gab es verschiedene Aktionen und Routen, die an die verschiedensten Orte in Augsburg führen, wo gilt: Glitzer statt Grenze, Gold statt Braun. Mit: Staatstheater Augsburg, Sensemble Theater, FaksTheater Augsburg, Die Vielen, Jüdisches Museum Augsburg Schwaben, Junges Theater Augsburg, Augsburg Postkolonial – Decolonize Yourself, Das Märchenzelt, Die Vielen – Bayern, Fachschaft Kunstpädagogik der Uni Augsburg


12. Februar – 18.30 Uhr – Galerie am Graben in Augsburg

Rassistisches Dreikönigstreffen? Warum das M-Wort nicht besser ist als das N-Wort.

Kurzvortrag und Gespräch mit Augsburg Postkolonial – Decolonize Yourself. Unter dem Titel „Gedächtnisverstörung“ zeigt das Augsburger Klang- und Konzeptkunst-Duo KLONK (Tine Klink und Gerald Fiebig) von 09. bis 16. Februar Installationen und Objekte in der Galerie am Graben in Augsburg, Oberer Graben 13. Die Vernissage findet am Samstag, 08. Februar ab 19:00 Uhr statt.  „Gedächtnisverstörung“ befasst sich mit den Themen Erinnern und Vergessen bzw. Verdrängen unter subjektiv-autobiografischen, aber auch gesellschaftlichen Aspekten. (Klang-) Speichermedien als Metaphern für das Gedächtnis finden in der Ausstellung ebenso Verwendung wie autobiografische Erinnerungsstücke. Das Thema Demenz spielt ebenso wie der erinnerungskulturelle Umgang mit nationalsozialistischen Bauten oder die kollektive Amnesie in Bezug auf die koloniale Vergangenheit Deutschlands eine Rolle.


07. Februar 2020, 19.15 Uhr, Kulturreportage Deutschlandfunk

Deutschlandfunkreportage: Kultur postkolonial: Erbe und Gegenwart der Stadt Augsburg

Ohren gespitzt: Augsburg Postkolonial – Decolonize YourselfAfrikanische Wochen und Amnesty International Hochschulgruppe Augsburg sind im Deutschlandfunk !! Wenn man genau hinschaut, dann findet man Spuren kolonialer Vergangenheit in fast jeder deutschen Stadt. Nicht nur in Berlin oder der Hansestadt Hamburg, sondern auch im Süden des Landes, in Augsburg. Da gibt es Straßen, die nach Kolonialherren benannt sind, oder ein Hotel, um dessen Name seit Jahren gestritten wird. Viele Spuren finden sich aber auch in unseren Köpfen, unserer Sprache und unserem Umgang miteinander.

Pia Masurczak hat diesem Erbe nachgespürt: In einem äthiopischen Kochkurs, in einem Theaterworkshop und bei einem postkolonialen Stadtrundgang wird gestritten und diskutiert und der Umgang miteinander und mit der Vergangenheit verhandelt: https://www.deutschlandfunk.de/kultur-postkolonial-1-3-erbe-und-gegenwart-der-stadt.3381.de.html?dram:article_id=467258)