Augsburg wird Hafenstadt! Aktion zum Friedensfest (08.08)

Passend zum Motto des diesjährigen Friedensfests der Stadt Augsburg „Utopie – was wäre wenn?!“ fragten in einer solidarischen Gemeinschaftsaktion des Augsburger Flüchtlingsrats mit Augsburg Postkolonial – Decolonize Yourself!, bluespots productions, dem Grandhotel Cosmopolis, ResQship und Seebrücke Augsburg:

  • Was wäre, wenn Augsburg ein sicherer Hafen wird und Geflüchtete aus dem Mittelmeer aufnimmt?
  • Was wäre, wenn Augsburg eine Leuchtturmstadt für gelebte Utopien wird?
  • Was wäre, wenn der Frieden unser Süden und die Solidarität unser Kompass wird?
  • Was wäre, wenn Menschen nicht nur stranden, sondern auch ankommen und wir gemeinsam eine offene Gesellschaft gestalten?
  • Was wäre, wenn wir unsere Friedensübungen statt auf dem Trockenen in der Realität durchführen?
  • Was wäre, wenn wir eine sichtbare Leuchtkanone in den verfinsterten Himmel der Menschenwürde schießen?

Mit der Verlesung dieses Manifests sandten wir ein weithin sichtbares Zeichen für Solidarität mit Geflüchteten und für eine gerechte Stadt in die Welt. Im Anschluss an einen berührenden und politisch aufrüttelnden Redebeitrag des derzeit auf Malta angeklagten Lifeline-Kapitäns Claus-Peter Reisch (Landsberg) schickten die Gäste der Augsburg Friedenstafel 300 Ballons mit der Aufschrift „Augsburg wird sicherer Hafen“ in den blauen Himmel.

 

 

Bilder: Andrea Finkel und via Augsburger Flüchtlingsrat

Aus der Pressemitteilung des Augsburger Flüchtlingsrats:

Hafenstadt Augsburg! An den EU-Außengrenzen sind seit dem Jahr 2000 mindestens 35.000 Menschen gestorben, allein in diesem Jahr ertranken 1500 im Mittelmeer. Die Dunkelziffer dürfte noch weit höher liegen. Davor kann und darf die Friedensstadt Augsburg nicht mehr die Augen verschließen. Wir fordern daher: Augsburg soll sichere Hafenstadt werden! Stoppt die Hafenblockade für Seenotrettungsschiffe in Italien, Malta und überall! Lasst alle laufenden Anklagen und rechtlichen Verfahren gegen Seenotretter*innen fallen! Gewährt allen Asyl, die in ihren Heimatländern verfolgt werden oder unter Krieg, Not und Perspektivlosigkeit leiden! Stoppt die Abschiebungen von Geflüchteten! Keine Anker-Zentren, keine Lager, nirgendwo! Schafft solidarische Städte. Alle Menschen in solidarischen Städten sollen ein Recht auf Teilhabe, Bildung, Arbeit, menschenwürdige Versorgung und Bleiberecht haben!

Damit die Bezeichnung „Friedensstadt“ kein leeres Lippenbekenntnis bleibt, sondern aktiv gelebte Solidarität wird!

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